Samstag, 19. Januar 2013

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Hefezopf mit selbstgemachter Zitronen-Ingwer-Butter (Für Martin)

Ich liebe Hefegebäck, vor allem Zimtschnecken und Hefezopf. Am besten noch lauwarm und nicht zu dunkel gebacken. Eignet sich bestens zu jeder Jahreszeit. Der Hefeteig ist auch kein Hexenwerk, traut man sich erst mal ran. Für zwei Zöpfe nehm ich: 

1 kg Mehl
160g Zucker
160g Butter
1 Würfel Hefe (zimmerwarm)
3 Eier (zimmerwarm)
etwas Milch
Eigelb zum Bestreichen

Das Mehl in eine große Schüssel sieben und den Zucker dazu geben. In der Mitte eine Mulde machen. Etwa 100ml Milch im Topf leicht erwärmen und in die Mulde geben. Dann die Hefe in die Milch bröseln, etwas Mehl darüber streuen und das Ganze ungefähr eine viertel Stunde vor sich hin blubbern lassen, am besten an der Heizung oder in der Sonne. Das ergibt den sogenannten Vorteig. 
Butter im Topf schmelzen. Wenn die Hefe etwas gegangen ist gibt man die geschmolzene Butter und die Eier in die Schüssel und macht mit den Händen einen leicht feuchten Teig. Dafür braucht man eventuell noch etwas mehr lauwarme Milch. Der Teig sollte nicht mehr an den Händen kleben aber auf keinen Fall zu trocken sein. Dann den Teig mit einem Küchentuch zudecken und ihn mindestens eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Manchmal mach ich auch noch abends schnell einen Teig und lass ihn über nacht gehen. Dann hat man schon zum Frühstück einen leckeren Hefezopf. Bei dieser Variante ist aber ganz wichtig, dass der Teig mit Klarsichtsfolie zugedeckt wird, sonst trocknet er aus und geht nicht auf. Auch muss er nicht warm gestellt werden, Zimmertemperatur reicht. 

Wenn der Teig gegangen ist teilt man ihn in zwei Hälften. Jede Hälfte wird wieder in drei etwa gleich große Portionen geteilt. Daraus macht man drei lange Teigwürste und flechtet einen gleichmäßig dicken Zopf. Dasselbe wird mit der anderen Hälfte gemacht. Die zwei Zöpfe nicht zu dicht nebeneinander auf ein Backblech legen (Backpapier nicht vergessen) und mit Eigelb bestreichen. Ich verdünne das Eigelb immer mit etwas Sahne, dann ist es ergiebiger. Zum Schluss noch Hagelzucker auf dem Zopf verteilen und bei 180-200 Grad Umluft in den Ofen schieben. Vorheizen tu ich bei Hefezopf nie, damit der Zopf mit der ersten Wärme noch etwas mehr aufgeht. Dann ca. 20 Minuten backen. Nach Belieben können in den Teig natürlich noch Rosinen oder Cranberries gegeben werden. Ich mags lieber pur. 



Extrem lecker dazu schmeckt Zitronen-Ingwer-Butter. Ich hab das Rezept vor Jahren mal in einer Brigitte gefunden und seither schon etliche Male gemacht, weil es einfach zu lecker ist. Eignet sich auch gut als Mitbringsel zum Brunch. Schmeckt allerdings nur mit hellem Brot und Gebäck, also zu Baguette, Milchbrötchen, Toast oder eben Hefezopf. Hier das Rezept:

125g Butter
1 daumengroßes Stück frischer Ingwer
1 Bio-Zitrone
2EL Puderzucker


Die Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen und in eine Schüssel geben. Die Zitrone gut waschen und trocken tupfen. Dann mit einem Zestenreißer die Schale abziehen und noch etwas zerkleinern. Mit einem Messer gehts auch, ist aber mühselig, da die Schale wirklich ganz kleinteilig sein sollte. Dann den Ingwer hacken. Der sollte wirklich ganz frisch sein, sonst ist er zu faserig für die Butter. Zum Schluss den Puderzucker zur Butter geben und alles gut verrühren. Bis zum Servieren die Butter kalt stellen. Hält sich im Kühlschrank ein paar Tage.





 

Kommentare:

  1. Das möchte ich schon lange mal wieder machen, einen Hefezopf! Und die Idee mit der Ingwerbutter finde ich ganz toll dazu, muss ich unbedingt mal ausprobieren!
    Genau richtig für einen Sonntag im Januar oder Februar ;-)
    LG
    Sabine v. Liebstöckelschuh

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  2. Haha, vielen Dank. Mangels funktionstüchtiger Waage hab ich die Mengen mehr geschätzt als gewogen. Außer die Eier versteht sich - da hab ich glatt das Eiweiß, das fürs Bestreichen nicht benötigt wird, mit in den Teig gegeben.
    Für den ersten Versuch wars recht lecker. Deutliche Abzüge gabs aber in der B-Note: die Kruste (!) war viel zu trocken, da ist aber der olle Gasofen dran schuld, eindeutig auf meine Kappe geht allerdings die Optik - bis mein Zopf mal so aussieht wie deiner, muss ich noch viel üben: http://www.vgt.ch/vn/0103/zopf-flechten.GIF

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  3. Schade, dass du davon kein Foto gemacht hast!

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  4. Mmmh..Sanne..das probiere ich auch mal..
    Kussi von Deiner Joey*

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